Montag, 21. Juli 2008Erste Ortsnetze erfolgreich angeschlossen
Nach fast fünf Monaten Wartezeit, hat uns die Deutsche Telekom AG (DTAG) am 9. Juli 2008 endlich die ersten beiden Hauptverteiler der Städte Merzig und Saarlouis übergeben.
Zwischenzeitlich haben wir die Aufbauarbeiten in beiden Hauptverteilern (HVt) abgeschlossen und können die ersten Kunden auf Basis der Kupferinfrastruktur der DTAG, der sog. Teilnehmeranschlussleitung (TAL) anbinden. Mit Bereitstellung dieses Vorleistungsprodukts sind wir in der Lage in Merzig DSL-Anschlüsse in den technischen Standards, ADSL2+, VDSL und SDSL anzubieten. Die Anschaltung der ersten Kunden erfolgt in den nächsten Tagen - ich werde darüber gesondert berichten. Ebenso werde ich in den nächsten Tagen einige Bilder aus dem sog. "Kollokationsraum" online stellen. Samstag, 26. April 2008Erster IPv6 Kunde ist online
Im Januar haben wir ja bereits über unsere Bestrebungen im Berich IPv6 berichtet.
Am 26. März war es dann endlich soweit: Wir haben mit der Firma "1api GmbH" unseren ersten IPv6 Kunden an unser Backbone angebunden. Die 1api GmbH war auch der erste Kunde der uns vor die Herausforderung gestellt hat IPv6 Dienste anzubieten. Es zeigt sich aber dass generell das Interesse an IPv6 wächst, nicht zuletzt weil das RIPE, die Vergabestelle für IP-Adressen in Europa, die Umstellung auf IPv6 stark bewirbt und promotet. Unsere bisherigen Erfahrungen in den letzten 4 Wochen zeigen, dass die Versprechen der Hersteller (Juniper, Cisco und Foundry) sich bewahrheiten und der stabile Betrieb gewährleistet ist. Lediglich das Erscheinungsbild von IPv6 Adressen ist doch recht gewöhnungsbedürftig. Einer unserer Router hat beispielsweise die IPv6 Adresse 2a02:18:1::1/64 was ja noch einigermassen handlich ist. 2001:2000:3081:10::2 ist schon recht unschön. Und es geht noch schlimmer… Hier eine Ausgabe des Befehls "show bgp summary" auf einem IPv6-Router: show bgp summary Wie man aus der obigen Ausgabe eines unserer Router entnehmen kann besteht das "IPv6 Internet" aktuell aus nur 966 Routen. Zum Vergleich: das IPv4 Internet besteht heute aus ca. 252.000 Routen. Diese Zahlen zeigen deutlich dass sich im Bereich IPv6 noch einiges tun muss - und auch wird. Wir haben in den letzten Wochen unsere ersten Erfahrungen mit der neuen Technologie gemacht und haben sie für das gesamte Backbone freigeschaltet und vertrieblich freigegeben. D.h. ab sofort können wir an jedem PoP sowohl IPv4 als auch IPv6 anbieten, je nachdem was unsere Kunden möchten bzw. benötigen. Sonntag, 6. April 2008Baumaßnahmen verlaufen planmäßig
Seit letzter Woche laufen die Baumaßnahmen zur Anschaltung von Hauptverteilern der Deutschen Telekom AG und von Endkunden direkt an das Glasfaser-Backbone der inexio.
Bis dato laufen die Baumaßnahmen planmäßig. In Merzig wurde erfolgreich die Saar gekreuzt und die notwendigen Schächte und Leerrohre installiert. In wenigen Wochen wird hier auch die Technik im Hauptverteiler der T-Com installiert sein was uns erlaubt Endkunden direkt mit verschiedenen ADSL-Produkten zu versorgen. An dieser Stelle einen herzlichen Dank an die Behörden, Stadt Merzig, Wasserschiffahrtsamt und LfS, für die hervorragende und kooperative Zusammenarbeit. Auch in Saarlouis konnte endlich einvernehmen mit allen beteiligten Versorgungsträgern und kommunalen Behörden hergestellt werden, sodass wir ab Montag (7. April 2008) auch hier mit den Bauarbeiten beginnen können. Die Baumaßnahmen in Saarlouis sind etwas umfangreicher als in Merzig und umfassen insgesamt ca. 4 km. Wir bauen hier einen Ring durch die Innenstadt und können so viele interessante Gebäude neben dem Hauptverteiler der T-Com (Fernmeldeamt) direkt erschließen. Bis Ende des Jahres werden wir weitere Baumaßnahmen im gesamten Saarland und Rheinland-Pfalz durchführen um unser Ziel, 30 Hauptverteiler der T-Com zu erschließen, möglichst schnell zu erreichen. Hier einige Bilder der Baumaßnahmen in Merzig (Klicken Sie auf das Bild für eine vergrößerte Darstellung): Dies ist ein Horizontalbohrgerät. Auf kleinstem Raum kann man damit Bohrungen über mehrere hundert Meter vornehmen, ohne dabei Oberflächen aufreissen zu müssen. Hier sehen Sie den Einstich zu einer Horizontalbohrung. Mit einer recht kleinen Baugrube kann man das Gerät metergenau über Entfernungen von mehreren hundert Metern ins Ziel lenken. In dieser kleinen Baugrube kommt der Horizontalbohrer wieder an die Oberfläche. Die Steuerung erfolgt metergenau mittels recht genauen Ortungssystemen. Donnerstag, 7. Februar 2008
Bundesnetzagentur vergibt Wegerechte ... Geschrieben von David Zimmer
in Allgemein, Backbone um
09:58
Bundesnetzagentur vergibt Wegerechte an inexio
In den letzten Tagen konnte ein weiterer Baustein unserer strategischen Planung abgearbeitet werden. Wir haben von der Bundesnetzagentur (BNetzA) sowohl die korrekte Registrierung als Anbieter von Telekommunikationsdiensten für die Öffentlichkeit bestätigt als auch die notwendigen Wegerechte zur Verlegung von Leitungen über öffentliche Grundstücke zugeteilt bekommen.
![]() Damit sind wir regulatorisch den etablierten Carriern wie Deutsche Telekom, Arcor oder VSENET gleichgestellt. Alle entsprechenden Bescheide lauten noch auf die IP Quadrat GmbH da die formwechselnde Umwandlung in die inexio KGaA noch nicht im Handelsregister eingetragen ist. Die entsprechenden Bescheide gehen aber mit Eintragung der inexio im Handelsregister ohne Einschränkungen auf diese über. Die Bescheinigung der Bundesnetzagentur können Sie hier herunterladen bzw. einsehen. Am gleichen Tag erließ die BNetzA den Bescheid Nr. 98 08 0094 mit dem wir das Recht übertragen bekommen haben "Verkehrswege im Sinne von § 68 Abs. 1 S. 2 Telekommunikationsgesetz (TKG) für die öffentlichen Zwecken dienenden Telekommunikationslinien nach Maßgabe der §§ 68 bis 76 TKG unentgeltlich zu benutzen" wie es in schönem "beamtendeutsch" heißt. Gemeint ist damit, dass wir öffentliche Grundstücke verwenden dürfen um eigene Leitungen zu verlegen. Den entsprechenden Bescheid können Sie hier herunterladen bzw. einsehen. Sonntag, 27. Januar 2008Überblick über das inexio Backbone
In den letzten Monaten wurden wir so ziemlich von allen potentiellen Kunden und Interessenten gefragt wie unser Backbone aussehen wird und wann es endgültig zur Verfügung stehen wird...
Nunja - heute ist es endlich soweit: Wir stellen hiermit offiziell den ersten Teil unseres Backbones vor. Anhand der folgenden Grafik können Sie einen Überblick über das Backbone in der Phase 1 unserer Entwicklung verschaffen. Dieses Bild gibt eine kurze grafische Übersicht über das inexio Glasfaser-Backbone und die eingesetzten Technologien und Hersteller. - Backbone Deutschland: bis April 2008 - Backbone Luxembourg: im Mai 2008 Auf technischer Seite setzen wir auf angemietete Glasfaser- bzw. LWL-Verbindungen (Dark Fiber) unserer Partner Gasline, Netcon und P&T Luxembourg mit Ausnahme der Verbindungen zwischen Luxembourg und Frankfurt sowie Saarbrücken - Frankfurt und Kaiserslautern - Frankfurt. Dabei handelt es sich um bei alternativen Carriern angemietete 2,5 Gig (STM-16) bzw. 10 Gig (STM-64) Wellenlängen. Kleinere Lückenschlüsse haben bzw. sind wir aktuell durch eigene Baumaßnahmen am schließen. DWDM-Technologie mit bis zu 80 x 40 Gigabit/s Bandbreite Auf diesen angemieteten bzw. selbst gebauten Glasfaser-Verbindungen setzen wir dann ein sog. DWDM-System (nähere Informationen zu DWDM und CWDM finden Sie hier) auf. Im Rahmen einer Ausschreibung haben wir uns dabei für ein WDM-System der Firma Adva Optical entschieden, konkret für die Modellreihe FSP3000. Das System ist dabei aktuell für ein 32 Kanäle zu je 10 Gigabit/s Bandbreite konfiguriert kann aber später bis auf maximal 80 x 40 Gigabit/s Bandbreite erweitert werden. Mal sehen ob diese Bandbreiten in unserer Region benötigt werden 10 Gigabit/s MetroEthernet Aufbauend auf die mit dem Adva DWDM-System bereitgestellten Bandbreiten implementieren wir zunächst einen MetroEthernet-Ring mit einer Bandbreite von 10 Gigabit/s. Als Systempartner für das technische Equipment (Ethernet-Switche) haben wir uns dabei für Foundry Networks, dort die Serie "FastIron Edge X Series", entschieden. Mit diesem MetroEthernet-Ring können wir voll redundante Ethernet-Verbindungen zu allen PoPs und Rechenzentren in unserem Backbone schalten. IP und MPLS-Backbone mit Bandbreiten von n x Gigabit/s Aufsetzend auf den MetroEthernet-Ring wird ein Layer-3 IP/MPLS-Backbone Netz installiert welches im Core vollständig mit Juniper Routern implementiert ist. Komplettiert wird das IP/MPLS-Backbone dann durch Router von Cisco für die Distributions und Access-Ebenen im Backbone. Dienstag, 15. Januar 2008IPv6 - bei inexio demnächst im gesamten Backbone verfügbar
Seit einigen Jahren schon wird von verschiedenen Protagonisten das Ende der aktuellen IP-Version, IPv4, prophezeit. Bis dato kam es trotz explosionsartigen Wachstumsraten insbesondere aus dem asiatischen Raum nicht zur befürchteten Adressknappheit.
Für diejenigen die nicht so tief in der Technik drin sind eine kurze Erklärung: Mit IPv4 gibt es theoretisch maximal 4,3 Milliarden mögliche IP-Adressen. Aufgrund von ineffezienter Vergabe liegt die tatsächliche Zahl wohl deutlich niedriger. Man nähert sich momentan der kompletten Ausschöpfung des IPv4 Adressraums. Und das obwohl aktuell unter 14% der Weltbevölkerung Zugang zum Internet haben. Eine Steigerung dieser Quote auf 20% ist ohne IPv6 nicht möglich. Dabei ist noch nicht berücksichtigt, dass immer mehr Alltagsgegenstände IP fähig werden. Das prominenteste Beispiel sind wohl Telefonanlagen oder die Sony Playstation. Mit IPv6 hingegen kann man, anschaulich gesprochen, jedes Sandkorn auf der Erde adressieren. Hintergrund ist der, dass man bei IPv6 eine 128-bit lange Adresse verwendet, während man bei IPv4 mit einer 32-bit langen Adresse zufrieden war. Aber nicht nur das: Mit IPv6 werden viele Technologien und Konzepte die aktuell noch durch separate Protokolle auf oder neben IPv4 abgebildet werden müssen direkt im IP-Protokoll realisiert! Folgende Dinge sind bei IPv6 direkt im Protokoll implementiert: - Verschlüsselung und Authentisierung (IPSEC) - Unterstützung für Quality of Service (QoS) - Autokonfiguration - Nachbarerkennung Zudem wurden die Headerformate vereinfacht und es gibt ein standardisiertes Verfahren um den Header anwendungsspezifisch zu erweitern. Nach langen und zähen internen Diskussionen (und natürlich dem "guten Zureden" eines wichtigen Kunden) haben wir uns heute entschlossen noch im ersten Quartal 2008 unser IP/MPLS-Backbone vollständig IPv6 fähig zu machen! Natürlich werden wir nicht einfach IPv4 abschalten sondern wir werden beide Protokolle parallel zueinander betreiben. Für unsere Kunden ist jedoch wichtig, dass wir an jedem unserer PoPs ab spätestens April 2008 sowohl IPv4- als auch IPv6-Anschaltungen vornehmen können. Eine Einschränkung haben wir jedoch noch mit IPv6 Internet-Zugängen: von unseren Upstream-Carriern unterstützt derzeit nur ein einziger IPv6, TeliaSonera International Carrier, und damit haben wir für IPv6 Internet aktuell (noch) keine Redundanz. Wir gehen aber davon aus, dass auch dieses Problem bis Ende 2008 gelöst sein wird. Für die meisten Kunden besteht derzeit noch kein Bedarf zwingend auf IPv6 zu wechseln, sodass diese Einschränkung für uns nicht wesentlich ist Wir halten es für empfehlenswert sich bereits heute mit dem Thema IPv6 zu beschäftigen und optimaler Weise auch schon zu implementieren. Heute besteht noch kein Zeitdruck von aussen und es können in Ruhe Konzepte erarbeitet und implementiert werden. Dabei beraten und unterstützen wir Sie gerne. |
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